Gemeinsames Essen fördert die Teamleistung

Die Art und Weise, wie Teammitglieder ihre Mittagspause verbringen, wirkt sich unmittelbar auf ihre Leistungen aus.

Besonders die allgemeine Teamleistung ist stark davon abhängig, ob die Gruppenmitglieder regelmäßig gemeinsam essen – das belegt eine Studie der US-amerikanischen Cornell University. Der Autor der Studie, Professor Kevin Kniffin, beobachtete Mitarbeiter/-innen von 50 Feuerwachen in amerikanischen Großstädten über einen Zeitraum von 15 Monaten. Dabei bewerteten die zuständigen Teamleiter/-innen die Leistungen ihrer Mitarbeiter/-innen und hielten zugleich fest, wie oft die Mitarbeiter/-innen der Teams gemeinsame Mahlzeiten einnahmen. Das Ergebnis des Experiments zeigte eindeutig: Teams, die selten miteinander aßen, legten auch eine schlechtere Performance an den Tag (vgl. „Groups that eat together perform better together”, Study by Kevin Kniffin, http://news.cornell.edu/stories/2015/11/groups-eat-together-perform-better-together, abgerufen am 08.08.2019).

Gemeinsames Essen fördert die Kommunikation innerhalb von Teams, aber auch zwischen unterschiedlichen Abteilungen. Die informelle Atmosphäre beim gemeinsamen Mittagessen lässt auch Gespräche abseits des Arbeitsalltags zu und schafft die Möglichkeit, Kollegen aus einer neuen Perspektive zu sehen, persönliche Hintergründe kennenzulernen, von Hobbys zu erfahren, Gemeinsamkeiten zu entdecken. Laut einer Studie der Humboldt-Universität zu Berlin macht gemeinsames Essen die Teilnehmer entspannter, liberaler und nachlässiger. Es fördert zwar nicht unbedingt die Konzentration nach der Mittagspause, aber die Aufmerksamkeit für negative Emotionen anderer wird gesteigert, was eine „gute Voraussetzung für jegliche Art sozialer Interaktionen“ ist, heißt es in der Studie. Gemeinsame Mahlzeiten seien eine gute Basis, wenn soziales Geschick verlangt werde, zum Beispiel vor konfliktgeladenen Situationen wie Besprechungen oder Verhandlungen (vgl. „Die psychologischen Effekte einer Mahlzeit“, Prof. Dr. Werner Sommer, https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/archiv/nr1308/pm_130801_00, abgerufen am 07.08.2019).

Es lohnt sich also, in eine gute Mittagessenskultur zu investieren.

 

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