KI – Kulinarische Identität von Unternehmen

Corporate Identity – die eigene Unternehmens-Identität ist heute nicht mehr wegzudenken. Ein der ersten Fragen nach der Finanzierung einer Unternehmensgründung ist die öffentliche Darstellung mit Unternehmenslogo, Claim und Wertedefinition. Vielen sehr erfolgreiche Unternehmen haben erkannt, dass auch Faktoren wir Gastlichkeit oder Kulinarik in der Corporate Identity eine wichtige Rolle spielen.

Dazu zwei – anonymisierte – Fallbeispiele aus der Praxis. Ein IT-Unternehmen im oberösterreichischen Zentralraum wirb händeringend um Fachkräfte und junge Talente. Bewerber die zum Vorstellungsgespräch kommen müssen am Empfang erste einmal geduldig warten und werden dann in einen Besprechungsraum geführt. Bei der Frage nach den Sozialleistungen wird in Punkto Mitarbeiterverpflegung erwähnt, dass es einen Sozialraum gibt und die Möglichkeit Tiefkühlgerichte zu bestellen und diese dann selbst zu wärmen. Gleiche Ausgangslage, gleiche Situation in einem IT-Unternehmen im nördlichen Zentralraum. Bewerber werden von den Empfangsdamen begrüßt und gleich mit einem Kaffee versorgt. Das Vorstellungsgespräch findet in der Meeting-Lounge im Mitarbeiter-Restaurant statt. Dort serviert eine Servicemitarbeiter von der Barista-Bar einen perfekten Cappuccino und ein paar kleine gesunde Snacks. Die Frage nach der Mitarbeiterverpflegung erübrigt sich, denn der Bewerber sieht das Tagesangebot auf der Schiefertafel. Und wo das junge Talent im nächsten Monat zu arbeiten anfängt auch.

Michael Freitag, Country President von Sodexo Österreich dazu im Gespräch: „Es gibt tatsächlich gravierende Unterschiede in der Gastlichkeitskultur in den österreichischen Unternehmen und eine sehr große Bandbreite. Wir kennen sehr erfolgreiche Unternehmen, die schon lange eine eigene Kulinarische Identität entwickelt und den Mehrwert davon erkannt haben. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Unternehmen, die das nur als Kostenfaktor sehen.“

Natürlich wäre es vermessen, einen Vergleich zwischen den jährlichen Kosten für die Mitarbeitersuche und einem vollwertigen Mitarbeiter-Restaurant zu ziehen. Dazu ein interessantes Praxisbeispiel ebenfalls aus Oberösterreich. Ein sehr erfolgreiches Unternehmen im Anlagenbau bietet umfangreiche Sozialleistungen, unter anderem auch ein Mitarbeiter-Restaurant mit Frischeküche. Dieses Unternehmen erhält allein durch die Mund-zu-Mund-Propaganda an die 900 Initiative-Bewerbungen pro Jahr.

Wie baut man also eine Kulinarische Identität auf. Dazu wieder Michael Freitag: „In jedem Unternehmen gibt es von uns sogenannte Touch-Points. Das sind Orte oder Situationen, in denen es zu einer Interaktion zwischen einem Unternehmen und unterschiedlichen Stakeholdern kommt, wie Bewerber, potenzielle Kunden, Geschäftspartner und natürlich auch die bestehenden Mitarbeiter. Der Empfang ist so ein Touch-Point, oder auch Besprechungs- und Schulungsräume. Hier können Standards definiert werden, die Gastfreundlichkeit ausdrücken. Beispielsweise die Frage schon am Empfang, ob es ein Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk sein darf. Sehr großen Fokus legen wir derzeit auf die Konferenzverpflegung. Da hat unser Food-Lab gerade einige sehr interessante Entwicklungen gemacht.“ Inspirationen zur Kulinarischen Identität auch unter http://www.at.sodexo.com

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