#GemeinsamEinenSchrittVoraus – die neue Nähe

Die neue Definition von Nähe

Ausreichender Abstand (Empfehlung der Österreichischen Bundesregierung ist ein Mindestabstand von einem Meter) hat sich in allen Regionen der Welt als einer der wichtigsten Faktoren zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 erwiesen. In der Pre-Lockdown-Ära hatte sich die folgende Definition für Nähe auf Basis von Beobachtungen und Forschungen eingebürgert: Bis 60 cm, oder eine halbe Armlänge Abstand, war die intime Zone und nur dem Partner, der Familie oder den engsten Freunden vorbehalten. 60 cm bis 1 Meter galt als persönliche Zone, die klassische Distanzzone zu Bekannten und Kollegen. Ab 1,20 Meter sprach man von der sozialen Zone, der klassische Abstand zu Fremden.

Globale Erfahrungen haben gezeigt, dass die strikte Einhaltung von Mindestabständen Leben retten kann. Mindestens ein Meter Abstand ist ein Muss, besser noch 1,50 Meter. So einfach in der Theorie, so schwierig in der praktischen Umsetzung. Abstand wird in der Praxis selten mit Zollstock oder Maßband gemessen, sondern gefühlt. Darin liegt die Krux, denn in unserem Distanzgefühl im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen sind wir im Kopf noch immer in der „ehemaligen“ persönlichen Zone, also oft weit unter einem Meter. Es ist daher besonders wichtig, immer wieder an die tatsächlich notwendige Distanz zu erinnern. Dies funktioniert in klassischen Wartebereichen wie beispielsweise vor der Kasse im Supermarkt durch die Verwendung von Abklebebändern und Hinweistafeln recht gut.

Wie lässt sich das aber in einer Bürosituation darstellen?

Im Eingangsbereich beispielsweise wird das durch die Verlängerung der Schließintervalle bei elektronischen Türen oder Schranken geregelt. In Personenaufzügen durch die Limitierung der Personenanzahl in der Kabine und entsprechenden Platzierungspunkten auf dem Boden, zum Beispiel ein rotes Kreuz mit dem Zusatz „Bitte hier stehen“. In Großraumbüros durch die Sperrung jedes zweiten Arbeitsplatzes. In Besprechungsräumen durch die Entnahme jeder zweiten Sitzgelegenheit und einer maximalen erlaubten Personenanzahl im Raum. Ähnlich kann auch in Sozialräumen, wie Teeküchen oder gemeinschaftlich genutzten Küchen, verfahren werden. In Herrentoiletten sollte jedes zweite Urinal gesperrt werden., In Damentoiletten wird die Anzahl der gleichzeitig im Raum befindlichen Personen limitiert. In Umkleideräumen wird beispielsweise durch das Auseinanderrücken von Spinden eine nötige Distanz erreicht. Als hilfreiche Gedankenstütze haben sich auffällig platzierte Erinnerungsschilder oder auch Plakate an Türen oder exponierten Stellen erwiesen.

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