Der Arbeitsplatz als „Safe Zone“

6 Hygiene-Tipps für ein sicheres Arbeitsumfeld

Mit dem beginnenden Herbst ist wieder mit einem Anstieg der Covid-19 Ansteckungszahlen zu rechnen. Das stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Die Hygiene-Expertinnen und Experten von Sodexo haben deshalb 6 Tipps zusammengefasst, um die Virus-Ausbreitung in der Arbeitsumgebung zu vermeiden.

Tipp 1: „Safe Zone“ schaffen
Die Basis jedes Hygiene-Konzeptes besteht darin, einen grundsätzlich sicheren Bereich – einen sogenannten „safe zone“ (sicherer Hafen) – zu schaffen. In diesem Bereich soll eine Infektion durch Viren oder Keime unterbunden werden. Im Rahmen einer Eignungsüberprüfung werden Aspekte wie vorhandene Oberflächen, Luftaustausch-Mengen und Verkehrswege berücksichtigt. Der Bereich darf nur über eine begrenzte Anzahl an Ein- und Ausgängen verfügen – je weniger, desto besser – und muss vor Nutzung gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Mit stationären Hygienemaßnahmen wie regelmäßiger Oberflächen-Desinfektion oder Handdesinfektionsmittel-Spendern wird die Hygiene konstant aufrechterhalten. Bei der Planung des individuellen Hygiene-Konzeptes sollte mit entsprechenden Check-Listen gearbeitet werden, um keine Punkte zu übersehen.

Tipp 2: Kreuzkontaminationen vermeiden
Die Ein- und Ausgänge stellen eine Schwachstelle dar, auf die besonderes Augenmerk gelegt werden muss: Es empfiehlt sich für diese sogenannten Schleusenbereiche ein fixes Hygiene-Prozedere einzuführen, welches von allen kommenden und gehenden Personen durchgeführt werden muss. Beim Ankommen sollten Mund-Nasen-Schutzmasken aufgesetzt und die Hände desinfiziert werden. Das Messen der Körpertemperatur stellt ebenfalls eine geeignete Vorkehrungsmaßnahme dar. Unternehmen mit viel Kunden- oder Lieferantenverkehr wird empfohlen, gewisse Zonen für Externe nicht zugänglich zu machen. Sinnvoll wäre es, nur bestimmte Bereiche (wie einzelne Besprechungsräume oder den Wartebereich am Empfang) als Begegnungszonen zu definieren. Da hier mit erhöhtem Kreuzkontaminations-Risiko zu rechnen ist, sollten diese Bereiche nach jeder Begegnung mit Externen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Ebenfalls ist genau darauf zu achten, dass die Abstandsregelungen ausnahmslos eingehalten werden.

Tipp 3: Auf Oberflächen und Luft achten
Das New England Journal of Medicine und das Journal of Hospital Infection, beides anerkannte Fachmedien, haben Studien zur Überlebensdauer des Covid-19 Virus auf Oberflächen publiziert. Es handelt sich hierbei um Richtwerte, weil Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beschaffenheit von Oberflächen und nicht zuletzt die Virusmenge eine essentielle Rolle spielen können. Grundsätzlich kann aber die folgenden Faustregel verwendet werden:
– in der Luft: 3 Stunden
– auf Kupfer: 4 Stunden
– auf Karton (z.B. Pakete) bzw. Papier: 24 Stunden
– auf Plastik (z.B. PET Flaschen) und Edelstahl: 2-3 Tage
– auf Glas und Holz: 4 Tage
– auf Metall: 5 Tage
Durch einen erhöhten Luftaustausch kann verhindert werden, dass es zu einer Kreuzkontamination durch Aerosole kommt. Eine entsprechende Leistungssteigerung der Klimaanlage ist hierzu notwendig. Eine nach Möglichkeit öfter am Tag durchgeführte Oberflächendesinfektion bietet Schutz vor Tröpfchen- oder Schmierinfektionen.

Tipp 4: Post und Eilsendungen isolieren
Die meisten Botendienste bringen Eilsendungen in Kartons oder Kuverts, die aus Karton oder Papier bestehen. Auch postalisch zugestellte Dokumente werden in der Regel in Papierkuverts geliefert. Eine Desinfektion macht hier bei regem Postbetrieb wenig Sinn. Hier empfiehlt es sich, einen abgegrenzten Postbereich einzurichten. Das in diesem Bereich tätige Team muss mit entsprechender persönlicher Schutzausrüstung (zumindest Schutzmasken, ggf. Schutzbrille und Einweghandschuhe) ausgestattet werden. Versandverpackungen wie etwa Überkartons oder Briefumschläge sollten nur im Postbereich geöffnet und sofort entsorgt werden. Wichtig ist zu beachten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig die Handschuhe wechseln und sich vor dem Wechsel die Hände waschen und desinfizieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Oberflächen in der Poststelle mehrmals am Tag zu desinfizieren.

Tipp 5: Persönliche Schutzausrüstung (PSA) besorgen
Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken ist inzwischen Standard geworden, wobei nicht alle Einwegmasken nutzen. Stoffmasken erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn diese regelmäßig gewaschen werden – optimal bei einer Temperatur von 60 Grad, unbedingt aber mit Waschmittel. Es ist zu empfehlen, mehrere Masken zu nutzen, um eine tägliche Wäsche zu ermöglichen. Zusätzlich sollten besonders exponierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Einweghandschuhe und jeweils eigene Flaschen mit Hand- und Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Tipp 6: Im Falle eines Falles schnell handeln
Wenn es zu einem Ansteckungsfall innerhalb eines geschlossenen Arbeitsbereiches kommt, muss schnell gehandelt werden: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfeld des Infizierten müssen sofort informiert werden und sollten sich umgehend einem Covid-19 Test unterziehen. Der Arbeitsbereich muss sofort gelüftet werden, um schnell mögliche Aerosole zu entfernen. Anschließend ist der Bereich gründlich zu desinfizieren. Neben der traditionellen Wischdesinfektion setzt Sodexo auch das Vernebelungsverfahren ein. Dabei erfolgt die Vernebelung eines hochwirksamen Desinfektionsmittels im gesamten Raum. Nach der Desinfektion muss dieser ausgiebig gelüftet werden und ist nicht sofort wieder begehbar.

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