Neue Studie zum Thema „remote work“ bestätigt positive Grundstimmung, zeigt aber auch Handlungsbedarf auf.

Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben vor neue Herausforderungen gestellt, Routinen durchbrochen und die Art der Zusammenarbeit nachhaltig verändert. Der durchschnittliche Arbeitnehmer verbringt mehr als die Hälfte seiner wachen Zeit am Arbeitsplatz. Das Wohlbefinden im Job hat einen starken Einfluss auf die Lebensqualität. Kurzarbeit oder Homeoffice haben dies in den vergangenen Monaten oft auf die Probe gestellt und die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben stärker verschwimmen lassen. Der Großteil der Beschäftigten hat sich dabei als sehr widerstandfähig erwiesen und diese besondere Zeit gut bewältigt. Das belegt eine repräsentative Studie in acht Ländern zum Thema „Arbeitsleben in Zeiten von Covid-19“, welche Sodexo in Auftrag gegeben hat. Demnach sind 66 Prozent der deutschen Arbeitnehmer weiterhin zufrieden mit ihrem Job und 64 Prozent auch mit ihrem Arbeitgeber. Ebenfalls positiv: Die überwiegende Mehrheit hat starkes Vertrauen in Arbeitgeber, Kollegen und Mitarbeiter in Bezug auf Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz (jeweils über 70 Prozent).

Neue Homeoffice-Regelung erwünscht

Die Sodexo Studie hat ergeben, dass im internationalen Vergleich während der Hochphase der Pandemie jeder zweite (51 Prozent) Arbeitnehmer im Homeoffice war. Ein ähnliches Bild zeigt für Österreich eine Umfrage von Statista: Bei einer im April und Mai 2020 unter Unternehmensvertretern in Österreich durchgeführten Umfrage zur Nutzung von Homeoffice gaben 58 Prozent der Befragten an, während des Corona-Lockdowns seien alle ihrer Mitarbeiter von zuhause aus tätig gewesen. Vor der Covid-19-Krise hingegen war dies nur bei 2 Prozent der Unternehmen der Fall gewesen.

Viele der Befragten der Sodexo Studie haben in den vergangenen Monaten die positiven Effekte der Heimarbeit entdeckt: So würden 80 Prozent nach Möglichkeit auch zukünftig gelegentlich gern zu Hause arbeiten – mehrheitlich an zwischen ein bis drei Tagen die Woche. Um langfristig jedoch effizient arbeiten zu können, muss hierfür an beiden Orten eine (flexible) Grundausstattung verfügbar sein sowie kollaborative Arbeitsformen gefördert werden. Als wesentliche Nachteile der Heimarbeit werden der Mangel an sozialer Interaktion und effizienter Teamarbeit angegeben sowie die Schwierigkeit, ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben zu finden.

„Die Studie verdeutlicht, dass Unternehmen sich an die neue Arbeitswelt und veränderte Bedürfnisse anpassen müssen. Das Wohlbefinden ist massiv in den Fokus gerückt, was einige Geschäftsmodelle grundlegend verändern wird. Gerade in Zeiten einer Pandemie sind Werte wie Wertschätzung und Anerkennung besonders wichtig“, betont Michael Freitag, Country President Sodexo Austria.

Wohlbefinden und Produktivität weiter hoch

Das Wohlbefinden der Mitarbeiter spielt für Unternehmen eine zentrale Rolle, da es die Arbeitsproduktivität beeinflussen kann. Laut Weltgesundheitsorganisation verursachen Depressionen und Angstzustände in der Weltwirtschaft jährlich einen geschätzten Produktivitätsverlust in Höhe von 1 Billionen US-Dollar. Erfreulicherweise sind in Deutschland lediglich 11 Prozent der Arbeitnehmer der Ansicht, dass sie während der Pandemie in einer schlechteren körperlichen Verfassung waren. Dies ist vor allem auf weniger Bewegung und ungesündere Ernährung zurückzuführen. Ebenfalls nur 12 Prozent bestätigen ein geringeres geistiges Wohlbefinden. Entsprechend empfinden 55 Prozent der Befragten ihre Produktivität im Homeoffice als normal und 29 Prozent sehen sogar eine Steigerung.

„Die Studie bestätigt, was wir in Österreich im Gespräch mit unseren Kunden – sowohl im Bürobereich als auch im Gesundheitswesen – laufend hören: Innerhalb weniger Wochen und Monate hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Deshalb unterstützt Sodexo Unternehmen und Organisationen dabei, ihre täglichen Abläufe umzustellen und an die aktuelle Situation rund um Covid-19 anzupassen“, sagt Michael Freitag, Country President Sodexo Austria, abschließend.

Über die Studie

Die Sodexo Studie „Worklife Tracker“ wurde in Kooperation mit dem internationalen Marktforschungsinstitut Harris Interactive Mitte Juni 2020 durchgeführt. Die Umfrage umfasste 4.824 Online-Interviews in acht Ländern und ist repräsentativ für die arbeitende Bevölkerung ab 18 Jahren. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Mitarbeiter aus dem privaten und öffentlichen Sektor aus den USA, Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Australien. Sie wurden befragt zur Stimmung während der Covid-19-Pandemie und in diesem Zusammenhang nach einer Reihe von Themen, darunter körperliches und geistiges Wohlbefinden, Produktivität und die wahrgenommenen Vor- und Nachteile der Fernarbeit. Weitere Ergebnisse finden Sie in einem E-Book unter diesem Link: https://www.sodexo.com/inspiredthinking/navigating-worklife-evolution.html

Die erwähnte Studie von Statista ist nachzulesen unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/733658/umfrage/nutzung-von-home-office-telearbeit-in-oesterreich/

Mit ausgewogener Ernährung die Produktivität steigern

Produktivität durch ausgewogene Ernährung steigern – geht das?
Unsere Ernährung hat einen direkten Einfluss auf unser Wohlfühlen und unsere Gesundheit. Dementsprechend sollte unsere Ernährung individuell auf unsere jeweiligen Tätigkeiten und Bedürfnisse im Alltags- und Berufsleben abgestimmt sein, um Mangel- oder Fehlernährung zu vermeiden. Trotzdem wird in vielen Betriebs-Restaurants kein Unterschied zwischen Personen mit eher sitzender Tätigkeit und Personen mit größerer körperlicher Aktivität gemacht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktionsbetrieben stehen oftmals vor der Herausforderung, einen erhöhten Energiebedarf bei intensiver körperlicher Tätigkeit (3.500 bis 3.750 Kalorien/Tag) sowie gesunde und ausgewogene Ernährung in Einklang mit ihrer täglichen Arbeitsbelastung und zeitlichen Einschränkungen durch beispielsweise Schichtarbeit zu bringen. 

Gefüllte Akkus für optimale Leistung – Energiebedarf und richtige Ernährung
Produktionsbetriebe wie wir sie heute kennen, sind größtenteils automatisiert. Die körperliche Belastung bzw. Anstrengung der MitarbeiterInnen wird nach Möglichkeit begrenzt. Trotzdem kommt es während der Arbeitszeit zu einer permanenten Körperbewegung, manchmal auch mit stark repetitiven Bewegungsabläufen. Somit lassen sich Parallelen zwischen den Bewegungsabläufen von Sportlern ziehen. Abgesehen von den Muskelbelastungen sind für Personen, die in der Produktion arbeiten auch die Regenerationszeiten ein Thema. Die Ernährung kann sehr positiv auf beide Bereiche einwirken. Dabei beschränkt sich Ernährung nicht nur auf die Einnahme einer Hauptmahlzeit, Ernährung ist im Sinne einer richtig dosierten Lebensmittelzufuhr über den ganzen Tag verteilt zu verstehen. Das macht es daher notwendig über eine ganzheitliches Ernährungskonzept nachzudenken, um eine optimale Versorgung für die MitarbeiterInnen in der Produktion zu gewährleisten. Darin inbegriffen auch die Pausen- bzw. Schichtverpflegung. 

Wie also sieht es aus, das richtige Ernährungskonzept für Produktionsbetriebe?

Flexibles und ausgewogenes Angebot über den gesamten Arbeitstag
Ein gutes Ernährungskonzept bedeutet, den ganzen Tag über ein passendes bzw. entsprechendes Angebot zu schaffen. Da es in der Produktion sehr oft zeitliche Vorgaben, wie zum Beispiel fixe Pausenzeiten gibt, muss das Angebot schnell verfügbar und praktisch zu konsumieren sein. Für Schichtbetriebe bedeutet das natürlich 24/7.

Food-Trends sorgen für Abwechslung und gehen auf individuelle Bedürfnisse ein
Ebenfalls sollten Optionen angeboten werden, die das Ausleben von aktuellen Food-Trends mit deren jeweiligen Spezifikation zulässt, ohne dabei den Gesundheitsaspekt außer Acht zu lassen. Gerade sehr spezifische Ernährungsformen wie Low Carb machen es erforderlich, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen.

Regelmäßige ernährungswissenschaftliche Begleitung
Durch Vorträge oder Sprechstunden unterstützt die Ernährungsberatung die Planung der Menügestaltung sowie das persönliche Ernährungskonzept für den jeweiligen Mitarbeiter, die jeweilige Mitarbeiterin. So können auch private Sportaktivitäten und deren Ernährungs-Bedarf in den Tagesablauf eingebunden werden.

Einbindung Arbeitsmediziner
In Punkto Mitarbeiterverpflegung sollte es immer einen Schulterschluss mit dem/der ArbeitsmedizinerIn bzw. BetriebsärtzIn vor Ort geben. Denn diese kennen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Bedürfnisse genau.

Und Covid-19?
Durch spezielle Hygiene-Vorkehrungen vor Ort kann das Mitarbeiter-Restaurant zur „Safe Zone“ werden, also zu einem sicheren Bereich. Und wie in allen Bereichen gilt: Abstand halten, Mund-Nasen-Bedeckung tragen, Hände regelmäßig waschen und desinfizieren.

Wie fit ist Ihre Mitarbeiterverpflegung. Hier geht’s zum Quick-Check: https://at.sodexo.com/wie-fit-ist-ihre-mitarbeiterverp.html

„Magic Motivation Moments“ für das Team schaffen

Wie zeigt man Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass man sie wertschätzt? Unter dem Titel „Magic Motivation Moments“ sprachen dazu Sascha Muckenhaupt und Boris Brabatsch von Sodexo gemeinsam mit Evelyn Mittler, Head of People & Culture beim Produktionsunternehmen Hoerbiger, beim heurigen Corporate Culture Jam. Sicherheitsabstand und strenge Hygieneregeln beim Event waren selbstredend. Das Catering und die Reinigungsservices beim zweitägigen Culture Jam wurden von Sodexo durchgeführt.

Schöne neue Arbeitswelt

Die zentralen Fragen des Vortrags waren: Wie sorge ich bei meinem Team für einen „Magic Motivation Moment“? Wie kann ich meinen Mitarbeitenden ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Wie kann ich Wertschätzung zeigen? In Zeiten stetiger Veränderung und dem Überthema COVID-19 spielen hier die drei Bereiche Safety, Remote Working und Wellbeing eine große Rolle.

Dass sich die Arbeitswelt in den letzten Monaten stark verändert hat, zeigt eine repräsentative Studie[1], die Sodexo unter dem Titel „Worklife Tracker“ in acht Ländern durchgeführt hat. Demnach haben ein Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im August 2020 von zu Hause gearbeitet. 59 Prozent aller, die an den Arbeitsplatz zurückkehren, machen sich Gedanken über Gesundheit und Sicherheit. Gleichzeitig äußern 79 Prozent aller Befragten, die während des Lockdowns im Home Office waren, den Wunsch, auch weiterhin von zu Hause zu arbeiten.

Wertschätzung durch Sicherheit

Was das Thema Sicherheit anbelangt, macht es Sinn, sich einen Standard-Tagesablauf der Mitarbeitenden, eine sogenannte Employee Journey, anzuschauen: Wie werden Meetings abgehalten? Wie gehen wir mit Hygiene um? Gibt es im Betriebsrestaurant ausgewogene Gerichte? Diese Fragen betreffen allerdings nicht nur den klassischen Arbeitsbereich, sondern auch den Weg hin zu und weg vom Arbeitsplatz. In Zeiten einer Pandemie haben viele ein mulmiges Gefühl, wie sie in die Arbeit kommen, wenn sie etwa öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen.

Sich mit diesen Aspekten auseinanderzusetzen und seinen Mitarbeitenden klare Konzepte zu präsentieren, wird als eine Form der Wertschätzung wahrgenommen. Denn Sicherheit wird aktuell stärker denn je als Touch Point in diesem Bereich angesehen. Spannend ist eine Auseinandersetzung mit diesen Fragen auch in Hinblick auf Arbeiten im Home Office: Ist ein Arbeitsplatz – mit genügend Platz und Ruhe – vorhanden? Mit welchen Mitteln stattet der Arbeitgeber sein Team aus? Wie funktioniert die Kinderbetreuung? Hier stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung, wie ein Unternehmen seine Mitarbeitenden gut beim Arbeiten zu Hause unterstützen kann.

Neue Regeln für eine neue Realität

Als Case Study präsentierte Evelyn Mittler, wie in einem Produktionsunternehmen wie Hoerbiger, das Thema „Safety“ seit Beginn der Pandemie umgesetzt wurde. Dies beginnt bei einfachen Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion, Fieberkontrollen – anfangs mit Sanitätern, mittlerweile über eine elektronische Lösung – oder Mund-Nasen-Schutz und engem Erfahrungsaustausch mit dem Werk in China. Aber auch Pausenplätze und das Betriebsrestaurant wurden neu organisiert. So führte Hoerbiger klare Abstandsregeln beim Sitzen sowie Pausenzeiten ein, damit etwa die früher zu arbeiten beginnende Produktion das Betriebsrestaurant zuerst nutzt.

Ein großes Thema waren auch schon vor der Pandemie sogenannte Liquid Work Spaces – das sprichwörtliche „Arbeiten von überall“. Dieser Trend und auch das Verständnis für flexible Arbeitslösungen wurden durch die beschleunigte Digitalisierung der letzten Monate verstärkt. Ganz grundsätzlich gehen Expertinnen und Experten davon aus, dass wir durch die neue Realität in den kommenden drei Jahren sehr viel Leerstand in Büros sehen werden.

Gesundheit als Trendthema

Ein weiterer Trend, der uns in den kommenden Jahren begleiten wird, ist ein neues Gesundheitsbewusstsein: Noch nie war vegane und vegetarische Ernährung so gefragt. Low Carb, Snacking, und insgesamt gesunde Ernährungskonzepte sind Trends, die nicht nur im Privaten gelebt, sondern immer mehr auch von Betriebsküchen erwartet werden.

Fazit des Vortrags am Coporate Culture Jam: Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Monaten massiv verändert. Bereits laufende Trends in den Bereichen Safety, Remote Working und Wellbeing wurden verstärkt. Sich mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen, wird von den Mitarbeitenden als wichtiges Zeichen der Wertschätzung gesehen. Im Idealfall kann es sogar als „Magic Motivation Moment“ wahrgenommen werden.


[1] Die Sodexo Studie „Worklife Tracker“ wurde in Kooperation mit dem internationalen Marktforschungsinstitut Harris Interactive Mitte Juni 2020 durchgeführt. Die Umfrage umfasste 4.824 Online-Interviews in acht Ländern und ist repräsentativ für die arbeitende Bevölkerung ab 18 Jahren. Weitere Ergebnisse finden Sie in einem E-Book unter diesem Link.

Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz neues TOP-Thema bei Führungskräften

Eine aktuelle Umfrage bei 800 Führungskräften weltweit zeigt, wie wichtig das Thema Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz auch in Zukunft sein wird. Dabei setzten diese verstärkt auf professionelle Systempartner.

Das Beratungsunternehmen McKinsey veröffentlichte eine aktuelle Umfrage von Juni 2020, bei dem 800 Führungskräfte weltweit zu den Themen befragt wurden, welche diese als besonders wichtig nach der ersten bzw. zweiten Welle von Covid-19 erachten. Einhellige Meinung war, das Automatisierung und Digitalisierung sowie Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz ganz oben auf der Prioritäten-Liste stehen.

Die Herausforderungen aufgrund der Pandemie haben Unternehmen dazu gezwungen, den Prozess der Automatisierung und Digitalisierung zur Sicherung der Aufrechterhaltung des Geschäftsganges konsequent und schnell voranzutreiben. Große Logistikunternehmen setzten z.B. bereits Sortierroboter ein, andere sich rasant entwickelnde Themenfelder sind unter anderem Kommunikationstechnik oder bargeldlose Bezahlsysteme. Davon profitieren besonders IT-Unternehmen und Software-Entwickler. Die Aussage eines CEO eines großen internationalen Software-Herstellers bringt es auf den Punkt: „Wir haben bei der digitalen Transformation innerhalb von zwei Monaten einen Entwicklungsschub gesehen, der sonst zwei Jahre gebraucht hätte.“

In gleicher Weise wie Digitalisierung und Automation stellen Hygiene und Sicherheit am Arbeitsplatz zwei weitere absolute TOP-Themen für alle befragten Führungskräfte da. 73 % wollen demnächst Ressourcen in ihrem Unternehmen aufbauen, die sich damit beschäftigen werden. Dabei wird sehr stark auf Systempartner gesetzt. Zusätzlich spielt auch in Zukunft remote work – wo immer möglich – eine zentrale Rolle, als eine Maßnahme zur Vermeidung von Infektionen am Arbeitsplatz durch die Sicherung von Abstand. Die meisten Befragten gehen davon aus, dass in Zukunft ein 2:3 Modus gängig Praxis werden wird, 2 Tage remote work und 3 Tage vor Ort.

Dafür spricht sich auch der Country President von Sodexo Österreich, Michael Freitag, in einem aktuellen Interview erschienen in den Magazinen News und Trend aus: „Homeoffice ist vielleicht bei der Einführung nicht einfach – aber wenn sich beispielsweise Mitarbeiter daran gewöhnt haben, dass lange Anfahrtswege entfallen, ist es auch schwer, sich davon wieder zu lösen. Aber ein Anker-Arbeitsplatz im Büro muss vielfach erhalten bleiben, auch die Frage, wie „Fringe Benefits“ des Büros zu Hause genutzt werden können, ist offen: Eine Kantine oder einen Firmenkindergarten gibt es nur am Arbeitsplatz. Entscheidend ist der Wandel in der Unternehmenskultur: Dass die besten Mitarbeiter dort sitzen, wo das Licht im Büro am längsten brennt, gilt in der Neuen Normalität“ nicht mehr.“

Weiterführende Links:
Die gesamte Studie kann unter https://www.mckinsey.com/featured-insights/future-of-work/what-800-executives-envision-for-the-postpandemic-workforce# nachgelesen werden.
Das gesamte Interview mit Michael Freitag nachzulesen in der Print-Ausgabe von News und Trend vom Wochenende 26./27.9.2020.

Der Arbeitsplatz als „Safe Zone“

6 Hygiene-Tipps für ein sicheres Arbeitsumfeld

Mit dem beginnenden Herbst ist wieder mit einem Anstieg der Covid-19 Ansteckungszahlen zu rechnen. Das stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Die Hygiene-Expertinnen und Experten von Sodexo haben deshalb 6 Tipps zusammengefasst, um die Virus-Ausbreitung in der Arbeitsumgebung zu vermeiden.

Tipp 1: „Safe Zone“ schaffen
Die Basis jedes Hygiene-Konzeptes besteht darin, einen grundsätzlich sicheren Bereich – einen sogenannten „safe zone“ (sicherer Hafen) – zu schaffen. In diesem Bereich soll eine Infektion durch Viren oder Keime unterbunden werden. Im Rahmen einer Eignungsüberprüfung werden Aspekte wie vorhandene Oberflächen, Luftaustausch-Mengen und Verkehrswege berücksichtigt. Der Bereich darf nur über eine begrenzte Anzahl an Ein- und Ausgängen verfügen – je weniger, desto besser – und muss vor Nutzung gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Mit stationären Hygienemaßnahmen wie regelmäßiger Oberflächen-Desinfektion oder Handdesinfektionsmittel-Spendern wird die Hygiene konstant aufrechterhalten. Bei der Planung des individuellen Hygiene-Konzeptes sollte mit entsprechenden Check-Listen gearbeitet werden, um keine Punkte zu übersehen.

Tipp 2: Kreuzkontaminationen vermeiden
Die Ein- und Ausgänge stellen eine Schwachstelle dar, auf die besonderes Augenmerk gelegt werden muss: Es empfiehlt sich für diese sogenannten Schleusenbereiche ein fixes Hygiene-Prozedere einzuführen, welches von allen kommenden und gehenden Personen durchgeführt werden muss. Beim Ankommen sollten Mund-Nasen-Schutzmasken aufgesetzt und die Hände desinfiziert werden. Das Messen der Körpertemperatur stellt ebenfalls eine geeignete Vorkehrungsmaßnahme dar. Unternehmen mit viel Kunden- oder Lieferantenverkehr wird empfohlen, gewisse Zonen für Externe nicht zugänglich zu machen. Sinnvoll wäre es, nur bestimmte Bereiche (wie einzelne Besprechungsräume oder den Wartebereich am Empfang) als Begegnungszonen zu definieren. Da hier mit erhöhtem Kreuzkontaminations-Risiko zu rechnen ist, sollten diese Bereiche nach jeder Begegnung mit Externen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Ebenfalls ist genau darauf zu achten, dass die Abstandsregelungen ausnahmslos eingehalten werden.

Tipp 3: Auf Oberflächen und Luft achten
Das New England Journal of Medicine und das Journal of Hospital Infection, beides anerkannte Fachmedien, haben Studien zur Überlebensdauer des Covid-19 Virus auf Oberflächen publiziert. Es handelt sich hierbei um Richtwerte, weil Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beschaffenheit von Oberflächen und nicht zuletzt die Virusmenge eine essentielle Rolle spielen können. Grundsätzlich kann aber die folgenden Faustregel verwendet werden:
– in der Luft: 3 Stunden
– auf Kupfer: 4 Stunden
– auf Karton (z.B. Pakete) bzw. Papier: 24 Stunden
– auf Plastik (z.B. PET Flaschen) und Edelstahl: 2-3 Tage
– auf Glas und Holz: 4 Tage
– auf Metall: 5 Tage
Durch einen erhöhten Luftaustausch kann verhindert werden, dass es zu einer Kreuzkontamination durch Aerosole kommt. Eine entsprechende Leistungssteigerung der Klimaanlage ist hierzu notwendig. Eine nach Möglichkeit öfter am Tag durchgeführte Oberflächendesinfektion bietet Schutz vor Tröpfchen- oder Schmierinfektionen.

Tipp 4: Post und Eilsendungen isolieren
Die meisten Botendienste bringen Eilsendungen in Kartons oder Kuverts, die aus Karton oder Papier bestehen. Auch postalisch zugestellte Dokumente werden in der Regel in Papierkuverts geliefert. Eine Desinfektion macht hier bei regem Postbetrieb wenig Sinn. Hier empfiehlt es sich, einen abgegrenzten Postbereich einzurichten. Das in diesem Bereich tätige Team muss mit entsprechender persönlicher Schutzausrüstung (zumindest Schutzmasken, ggf. Schutzbrille und Einweghandschuhe) ausgestattet werden. Versandverpackungen wie etwa Überkartons oder Briefumschläge sollten nur im Postbereich geöffnet und sofort entsorgt werden. Wichtig ist zu beachten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig die Handschuhe wechseln und sich vor dem Wechsel die Hände waschen und desinfizieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Oberflächen in der Poststelle mehrmals am Tag zu desinfizieren.

Tipp 5: Persönliche Schutzausrüstung (PSA) besorgen
Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken ist inzwischen Standard geworden, wobei nicht alle Einwegmasken nutzen. Stoffmasken erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn diese regelmäßig gewaschen werden – optimal bei einer Temperatur von 60 Grad, unbedingt aber mit Waschmittel. Es ist zu empfehlen, mehrere Masken zu nutzen, um eine tägliche Wäsche zu ermöglichen. Zusätzlich sollten besonders exponierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Einweghandschuhe und jeweils eigene Flaschen mit Hand- und Flächendesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Tipp 6: Im Falle eines Falles schnell handeln
Wenn es zu einem Ansteckungsfall innerhalb eines geschlossenen Arbeitsbereiches kommt, muss schnell gehandelt werden: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umfeld des Infizierten müssen sofort informiert werden und sollten sich umgehend einem Covid-19 Test unterziehen. Der Arbeitsbereich muss sofort gelüftet werden, um schnell mögliche Aerosole zu entfernen. Anschließend ist der Bereich gründlich zu desinfizieren. Neben der traditionellen Wischdesinfektion setzt Sodexo auch das Vernebelungsverfahren ein. Dabei erfolgt die Vernebelung eines hochwirksamen Desinfektionsmittels im gesamten Raum. Nach der Desinfektion muss dieser ausgiebig gelüftet werden und ist nicht sofort wieder begehbar.

War of Talents wird zum War of High Potentials

Im Rahmen eines Workshops zum Thema „Arbeitswelten – Welche Änderungen sind aktuell und welche Maßnahmen müssen für die Zukunft getroffen werden?“ diskutierten Experten und Vertreter der Leitbetriebe letzte Woche. Die Fragestellungen reichten von nachhaltigen Veränderungen durch die C-19 Krise bis hin zu den Auswirkungen davon auf Unternehmensführung, Organisation, Employer Branding, Bürogestaltung und damit verbundene rechtliche Aspekte.  

Wenig überraschend in den meisten Leitbetrieben das derzeit omnipräsente Thema Homeoffice, wobei es hier einer Differenzierung benötigt. Korrekter wäre von „Remote Working“ zu sprechen, denn das Arbeiten außerhalb des Arbeitsplatzes im Büro muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass zuhause gearbeitet wird. Die letzten Monate haben klar bestätigt, dass Arbeitsplatz per se nichts mehr mit ausschließlich Büroräumlichkeit zu tun hat. Es kann jeder Zeit aus von jedem Ort gearbeitet werden, die technischen Voraussetzungen und Kommunikationskanäle ermöglichen dies. Dementsprechend ist ein Wandel in der Bürogestaltung die Folge, wobei sich die Fläche verkleinern wird und ein verstärktes Augenmerk auf Funktionalität und Flexibilität gelegt werden wird.

Spannend die Wortmeldung zum Thema Employer Branding. War bisher immer vom War of Talents die Rede, also der Kampf um neue MitarbeiterInnen gibt es aktuelle eine Veränderung auf dem Markt. Die Herausforderung für Unternehmen besteht nicht mehr primär darin, BewerberInnen anzusprechen, um vakante Positionen zu besetzen. Eine Auswirkung von C-19 ist ein aktuelles Überangebot an Arbeitssuchenden. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, die guten und effizient arbeitenden MitarbeiterInnen, so genannte High Potentials, in den Unternehmen zu halten. Diese haben in einer besonders herausfordernden Zeit ihre Qualifikationen sowie Agilität und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Genau das sind die MitarbeiterInnen, die jedes Unternehmen haben möchte.

Die vergangenen Monate haben auch noch ein anderes Thema wieder sehr klar zum Vorschein gebracht, den Unterschied zwischen administrativen Bereichen und der Produktion in produzierenden Betrieben. Während in den Bürobereichen unterschiedlichste Maßnahmen von Social Distancing bis hin zu Homeoffice zum Schutz der MitarbeiterInnen getroffen wurden, blieben diese in den Produktionsbereich zum Teil aus. Einerseits räumlich bedingt, andererseits aufgrund der notwendigen Prozesse und Arbeitsabläufe. „Ein Mitarbeiter in der Produktionsstraße kann nicht im Homeoffice arbeiten“ – eine Aussage, die sehr gut die Situation beschreibt. Auch das Abstandhalten ist oft aufgrund der notwendigen Arbeitsschritte in der Produktion teilweise nicht möglich. Ein Umstand, der bei MitarbeiterInnen das Gefühlt Menschen zweiter Klasse zu sein nachvollziehbar aufkommen lässt.

Ebenfalls interessante Fragen auf die es derzeit noch keine allgemein gültigen Antworten gibt ist der Umgang mit Arbeitssicherheit im Homeoffice, rechtliche Grundlagen für das „Remote Working“ und natürlich auch das Thema von aktuellen Sozialleistungen wie Mitarbeiter-Restaurant mit gestützten Preisen, kostenfreies Obst, freier Kaffee usw. am derzeitigen Arbeitsplatz. Hier sind mobile Lösungen gefragt um eine Gleichstellung aller MitarbeiterInnen innerhalb eines Unternehmens, unabhängig vom gewählten Arbeitsplatz, zu erreichen.

Zielsetzung der Leitbetriebe ist es, eine Umsetzungsempfehlung zu erarbeiten.

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – die neue Mitarbeiter-Verpflegung

Die neue Mitarbeiterverpflegung

Bei allen Vorteilen, die das Arbeiten im Homeoffice mit sich bringt, gibt es auch Nachteile. Es fehlt beispielsweise der persönliche Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen, auch wenn dieser in Zukunft mit mehr Distanz erfolgen wird. Kein gemeinsamer Vormittagskaffee in der Kaffeeküche, kein gemeinsames Mittagessen im Betriebsrestaurant. Apropos Betriebsrestaurant, das geht auch vielen im Homeoffice ab. Täglich selbst ein Essen kochen bedeutet einen enormen Zeitaufwand. Es muss alles Notwendige dafür eingekauft und zubereitet werden. Viele sind auf Vorkochen und Einfrieren umgestiegen, was allerdings die Frische vermissen lässt.

Mit dem Ende des Lockdowns, nimmt auch die Gemeinschaftsgastronomie wieder Fahrt auf. Doch es hat sich zusätzlich zur Einhaltung der räumlichen Distanz, die auch am Mittagstisch eingehalten werden muss, einiges geändert. Viele Produkte die früher zur Selbstentnahme zur Verfügung standen, wie z.B. Brot & Gebäck, Obst oder Kuchen gibt es nur mehr in Einzelverpackungen. Ebenso das geliebte Salatbuffet bleibt sicher noch einige Zeit durch fertig angerichtete Einzelportionen ersetzt. Der fehlende räumliche Platz führt dazu, dass die Nachfrage nach Take Away Angeboten zunimmt. Entweder, um Speisen außerhalb des Restaurants zu konsumieren, oder um diese mit nach Hause zu nehmen. Für viele MitarbeiterInnen sind, sofern die öffentlichen Restaurants ebenfalls wieder vollständig in  Betrieb sind, alternative Verpflegungsmöglichkeiten von Interesse. Beispielsweise durch die Nutzung von Verpflegungsgutscheinen durch den Arbeitgeber, die in einem Restaurant in der Nähe des Wohnortes eingelöst werden können, um auch im Homeoffice nicht auf die Serviceleistung einer täglichen Mitarbeiterverpflegung zu verzichten. Aber zurück zum Angebot im Betriebsrestaurant. Hier wird sich das Speisenangebot und die Auswahl noch mehr in Richtung Gesundheitsbewusstsein verändern. Vegetarische und vegane Optionen werden noch weiter an Bedeutung zunehmen. Ebenso Ernährungsangebote zur Unterstützung des Immunsystems und zum Aufbau der Abwehrkräfte. Globale, von Sodexo gemachte Erfahrungen, haben gezeigt, dass es Arbeitnehmer aufgrund des gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses befürworten, wenn das firmeneigene Betriebsrestraunt die Verpflegung über den ganzen Tagverlauf abdeckt. Das würde vielen den Gang zum Bäcker oder zum Supermarkt ersparen, was wiederum das Risiko einer möglichen Infektion minimiert.

Mehr und mehr macht sich ein neuer Trend erkennbar. MitarbeiterInnen wollen gar nicht mehr zurück ins Büro, weil sie sich dort nicht sicher fühlen. Daher ist es notwendig, eine spürbar „sichere“ Arbeitsumgebung zu schaffen. Ein eigenes Betriebsrestaurant kann dafür ein wichtiger Beitrag sein. Was aber ist mit kleineren Unternehmen, die keine eigene Kantine haben? Auch diese  können ihren MitarbeiterInnen ein gesundes Mittagessen anbieten, durch eine direkte Belieferung. „Sicheres“ Essen in einer „sicheren“ Umgebung. Ein weiterer Schritt zu mehr gefühlter Sicherheit am Arbeitsplatz. 

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – die nächsten Wellen

Vorbereitung auf Welle zwei und drei

Die anfängliche Unvorstellbarkeit eines kompletten Lockdowns ist schnell von der Realität eingeholt worden. Die wöchentlichen Pressekonferenzen der Österreichischen Bundesregierung mit den Bekanntmachungen von Sicherheitsmaßnahmen, wie dem Arbeiten von zuhause, Social Distancing und die Vertrautheit im Umgang mit Schutzmaske und Desinfektionsmitteln vor dem Eingang zum Supermarkt, sind Alltag geworden. Doch irgendwann nehmen die Neuinfektionen ab, die Restriktionen werden gelockert und andere Dinge als der permanente Gedanke vor einem Ansteckungsschutz, treten in den Vordergrund. Die Sehnsucht nach Normalität ist verständlich, birgt aber auch Gefahren mit sich.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir im Laufe der nächsten 12 Monate eine zweite bzw. dritte Pandemie-Welle erleben werden. Mit dem Unterschied, dass wir uns dieser hohen Wahrscheinlichkeit bewusst sind, aus den Erfahrungen der ersten Welle lernen und uns entsprechend vorbereiten können. Das bedeutet, sich jetzt Zeit zu nehmen für Manöverkritik. Was hat gut funktioniert, was nicht. Welche Ausrüstung benötigen wir auf Lager, was hat sich als nicht notwendig herausgestellt. Viele Unternehmen haben sich einen größeren Vorrat von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln auf Lager angelegt. Andere haben ihre Notfallpläne und Krisenprozesse evaluiert und die gesammelten Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen. Alles sehr gute Ideen und Aktivitäten, die von Sodexo global gemachten Erfahrungen in der Beobachtung der Umgebung haben jedoch gezeigt, dass ein Faktor zentral ist. Menschen vergessen besonders unangenehme Dinge sehr schnell. Daher ist es besonders wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass die Pandemie noch nicht überwunden ist. Die tägliche Hygiene-Routine muss weitergeführt werden, ebenso die Einhaltung der neuen Abstandsregelungen. Ebenfalls muss an Desinfektionsintervalle in Büroräumlichkeiten gedacht werden und genügend persönliche Schutzausrüstung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Lager liegen. Auch dann, wenn sich das Leben schon wieder allgemein normalisiert zu haben scheint. Denn weitere Wellen sind laut Experten mehr als wahrscheinlich.

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – das neue Büro

#5 – Die neuen Arbeitsräumlichkeiten

Vor COVID-19 und dem Rückzug ins Homeoffice, war für viele Führungskräfte Anwesenheit im Büro eine Grundvoraussetzung für Leistung. Die staatlich verordnete Verlagerung von Büroräumen ins Homeoffice hat gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Inter-pool Immobilien hat ein interessantes Schnellscreening bei 3.000 Wiener Unternehmen mit dem Ergebnis gemacht, dass die Unternehmen sehr gut auf ein dezentrales Arbeiten vorbereitet waren. Der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war schon vor der Krise für das Arbeiten von zuhause gut ausgestattet. In 6 von 10 Unternehmen mussten lediglich bis zu 20% der Belegschaft technologisch nachgerüstet werden. Auf die Leistung der MitarbeiterInnen im Homeoffice befragt, bewerten knapp 70% die Leistungen ihrer MitarbeiterInnen als positiv. Etwas mehr als 40% der Unternehmen denken über eine Änderung der Nutzung ihrer derzeitigen Bürofläche nach.

Damit sind die rund 3.000 befragten Wiener Unternehmen nicht allein. Weltweit beschäftigen sich Unternehmen gerade mit den neu gewonnenen Erkenntnissen. Besonders für Unternehmen, die in Immobilien eingemietet sind, ist die Vorstellung verlockend, unnötige Quadratmeter zu reduzieren, um damit Mietkosten zu sparen. Aber nicht nur das. Die geforderten Auflagen zur Lockerung der Maßnahmen durch die Österreichische Bundesregierung sehen verschiedene Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vor. Eine davon ist die Abstandsregelung. Nur jeder zweite Arbeitsplatz darf besetzt werden. Eine solche Regelung lässt sich bei einer Vollauslastung der aktuellen Büroräumlichkeiten nur durch die Anmietung von weiteren Flächen realisieren. Die kostensparende Alternative dazu ist, kurzfristig nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort zurückzuholen, sondern noch im Homeoffice zu belassen. Die global gemachten Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen sogar mittel- bis langfristig planen, viel mehr MitarbeiterInnen von zuhause aus arbeiten zu lassen. Dieser Trend war zwar schon früher absehbar, durch den Lockdown wurde er aber um ein Vielfaches beschleunigt. Dadurch wird sich ebenso der Bedarf nach neuen Raumkonzepten ergeben, um allen Homeoffice-MitarbeiterInnen einen Raum zu geben, wenn diese einmal doch ins Büro kommen.

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – die neue Nähe

Die neue Definition von Nähe

Ausreichender Abstand (Empfehlung der Österreichischen Bundesregierung ist ein Mindestabstand von einem Meter) hat sich in allen Regionen der Welt als einer der wichtigsten Faktoren zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 erwiesen. In der Pre-Lockdown-Ära hatte sich die folgende Definition für Nähe auf Basis von Beobachtungen und Forschungen eingebürgert: Bis 60 cm, oder eine halbe Armlänge Abstand, war die intime Zone und nur dem Partner, der Familie oder den engsten Freunden vorbehalten. 60 cm bis 1 Meter galt als persönliche Zone, die klassische Distanzzone zu Bekannten und Kollegen. Ab 1,20 Meter sprach man von der sozialen Zone, der klassische Abstand zu Fremden.

Globale Erfahrungen haben gezeigt, dass die strikte Einhaltung von Mindestabständen Leben retten kann. Mindestens ein Meter Abstand ist ein Muss, besser noch 1,50 Meter. So einfach in der Theorie, so schwierig in der praktischen Umsetzung. Abstand wird in der Praxis selten mit Zollstock oder Maßband gemessen, sondern gefühlt. Darin liegt die Krux, denn in unserem Distanzgefühl im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen sind wir im Kopf noch immer in der „ehemaligen“ persönlichen Zone, also oft weit unter einem Meter. Es ist daher besonders wichtig, immer wieder an die tatsächlich notwendige Distanz zu erinnern. Dies funktioniert in klassischen Wartebereichen wie beispielsweise vor der Kasse im Supermarkt durch die Verwendung von Abklebebändern und Hinweistafeln recht gut.

Wie lässt sich das aber in einer Bürosituation darstellen?

Im Eingangsbereich beispielsweise wird das durch die Verlängerung der Schließintervalle bei elektronischen Türen oder Schranken geregelt. In Personenaufzügen durch die Limitierung der Personenanzahl in der Kabine und entsprechenden Platzierungspunkten auf dem Boden, zum Beispiel ein rotes Kreuz mit dem Zusatz „Bitte hier stehen“. In Großraumbüros durch die Sperrung jedes zweiten Arbeitsplatzes. In Besprechungsräumen durch die Entnahme jeder zweiten Sitzgelegenheit und einer maximalen erlaubten Personenanzahl im Raum. Ähnlich kann auch in Sozialräumen, wie Teeküchen oder gemeinschaftlich genutzten Küchen, verfahren werden. In Herrentoiletten sollte jedes zweite Urinal gesperrt werden., In Damentoiletten wird die Anzahl der gleichzeitig im Raum befindlichen Personen limitiert. In Umkleideräumen wird beispielsweise durch das Auseinanderrücken von Spinden eine nötige Distanz erreicht. Als hilfreiche Gedankenstütze haben sich auffällig platzierte Erinnerungsschilder oder auch Plakate an Türen oder exponierten Stellen erwiesen.

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – das neue Gesundheitsbewusstsein

Das neue Sicherheits- und Gesundheitsbewusstsein

Eine großflächige Verbreitung einer Virusinfektion im Ausmaß einer COVID-19-Pandemie ist kein alltägliches Ereignis. Sie kam überraschend und führte zu einer Veränderung des Sicherheits- und Gesundheitsbewusstseins. Wir sind uns unserer Verwundbarkeit bewusst geworden. Dadurch wird einerseits der Anspruch an Arbeitgeber wachsen, ein sicheres und virenfreies Umfeld zu schaffen, in dem man sich bedenkenlos bewegen kann. Andererseits ändert sich aber auch die Betrachtungsweise der persönlichen, individuellen Gesundheit. Themen wie gesunde und richtige Ernährung, persönliche Präventivmaßnahmen zum Schutz der eigenen Gesundheit, oder auch die mentale Belastung in Krisenzeiten werden aktueller. Dies haben kürzlich von Sodexo gemachte Erfahrungen aus aller Welt gezeigt.

Sicherheitsbewusstsein

Eine Virusinfektion wie COVID-19 kann in allen Bereichen – sei es in Bereichen der Produktion, der Dienstleistung oder Verwaltung – die gleichen ernsthaften Konsequenzen mit sich bringen. Wie die von Sodexo gemachten globalen Erfahrungen zeigen, führt das zu einer gesteigerten Sensibilität hinsichtlich der Präventivmaßnahmen durch Arbeitgeber. Hier hat ein massives Umdenken stattgefunden. War bisher eher in Produktionsbereichen Arbeitssicherheit ein Hauptthema, wurde dieses Thema in einem Büroumfeld zwar wahrgenommen, aber nicht als oberste Priorität gesehen. Der Grund liegt in den gesundheitlichen Auswirkungen bzw. Folgen von Arbeitsunfällen. Während in Produktionsbereichen Unfälle oft mit schweren oder sogar tödlichen Verletzungen enden können, beschränkte sich das Ausmaß in einem Büro in der Regel auf leichte Folgen. Das hat sich jetzt massiv geändert, es kann jeden überall treffen. Um dem gesteigerten Bedürfnis nach Sicherheit vor Infektionen nachzukommen, empfiehlt es sich, sehr pro-aktiv und plakativ, verschiedene Sicherheitsvorkehrungen, wie z.B. Desinfektions-Stationen, Informationsplakate zum Thema etc. zu treffen. Der Stellenwert von Arbeitssicherheit muss in Anbetracht von COVID-19 im Büroalltag noch weiter erhöht werden. Abgesehen von der Sicherstellung der Hygiene im Arbeitsumfeld, fallen darunter auch Sicherheitsmaßnahmen gegenüber Personen/MitarbeiterInnen von externen Firmen. Unternehmen in China setzen verstärkt auf „Sicherheitsbarrieren“, das heißt, vor dem Betreten von Arbeitsbereichen wird die Körpertemperatur gemessen, das Tragen von Schutzmasken ist Pflicht. Den Sicherheitsfachkräften kommt dementsprechend eine viel größere Verantwortung zu. Die Sicherheitsfachkräfte werden somit zu einer Schlüsselposition. Achtung: Bevor Maßnahmen wie die Messung der Körpertemperatur eingeführt werden, sollten diese von einem Juristen geprüft werden. COVID-19 hebelt den Datenschutz nicht aus.

Gesundheitsbewusstsein

In einem ähnlichen Ausmaß steigt auch das persönliche Gesundheitsbewusstsein. Gefördert wird das durch den aktuellen, stark von den Medien unterstützten, öffentlichen Diskurs in Europa. Durch einen teilweise längeren Aufenthalt im Homeoffice, verändern sich auch die Tagesroutinen und viele nehmen sich mehr Zeit, über ihre Gesundheit nachzudenken. Dabei spielt die Ernährung eine große Rolle. Viele ArbeitnehmerInnen wollen durch die Ernährung einen positiven Betrag zu ihrer Gesundheit beitragen. Diese Erwartungshaltung bleibt aufrecht und wird enttäuscht, wenn am Arbeitsplatz keine Möglichkeit zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung geboten wird. Das gilt auch für entsprechende sonstige Angebote, die physische und mentale Gesundheit zu unterstützen.

Fazit: Globale Erfahrungen von Sodexo haben gezeigt, dass besonders in Zeiten nach dem Lockdown intensiv über alle relevanten Themen rund um den Schutz der Gesundheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz mit den Arbeitnehmern kommuniziert werden muss. Je proaktiver und intensiver die Kommunikation stattfand, z.B. durch regelmäßige Beiträge im Intranet, Informationsplakate, Hinweisschildern etc., desto besser fühlten sich die Arbeitnehmer abgeholt und in ihren Bedenken ernst genommen.

#GemeinsamEinenSchrittVoraus – Die neue Sauberkeit

“New Ways Of Working” in der Post-COVID-19-Shutdown-Ära – globale Erkenntnisse und die Ableitungen für Österreich.

Während Österreich im März 2020 voll von der COVID-19-Pandemie getroffen wurde, hatten andere Regionen dieser Welt die erste Welle bereits hinter sich. Sodexo ist ein weltweit führender Anbieter von „Quality of Life Services“, sprich u.a. in den verschiedensten Bereichen des Facility Management sowie der Gemeinschaftsgastronomie in beispielsweise Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Krankenanstalten, tätig. Dadurch waren und sind wir weltweit immer an vorderster Front tätig.

Unsere globalen Erfahrungen zu COVID-19 bieten uns die Möglichkeit, einen Schritt voraus zu denken und mögliche Ableitungen für Österreich für die Zeit nach dem Lockdown und die daraus resultierende nächste Phase der Pandemie herzustellen. Welche Themen hier aus unserer Sicht in Zukunft zentral sein werden, finden Sie auf unserem workplace.blog.

Die neue Sauberkeit

Ein staubfreies Büro, Schreibtische ohne Kaffeeflecken und wohlduftende Toiletten – das war lange Zeit das allgemeine Verständnis von Sauberkeit am Arbeitsplatz. Dementsprechend wurde der Reinigung nicht viel Beachtung geschenkt. Wie wichtig die richtige Hygiene ist, kann als durchgängige Erfahrung aus allen Regionen der Welt, die mit COVID-19 zu tun hatten, berichtet werden. Sowohl die persönliche Hygiene, als auch die sachgemäße Desinfektion von Räumen und Objekten, werden als zentrales und wirkungsvolles Instrument zur Eindämmung einer Pandemie angesehen. Man sollte meinen, dass dies ohnehin keine neue Erkenntnis bzw. ein neuer Standard ist. Dennoch hat es den Anschein, dass dieses einfache Prinzip in den letzten Jahren in der westlichen Wohlstandsgesellschaft etwas in Vergessenheit geraten ist.

Auch in der Zeit nach dem Lockdown wird uns das Thema Hygiene und Desinfektion überall begleiten. Neben regelmäßigen vorbeugenden und nachsorglichen Desinfektionsmaßnahmen in Arbeitsbereichen, wird besonders die persönliche Hygiene eine wichtige Rolle in unserem Alltag spielen. An das Erscheinungsbild von Handdesinfektionsmittelspendern in Eingangsbereichen und Do-It-Yourself-Desinfektionsboxen auf Schreibtischen, werden wir uns gewöhnen müssen. Bei der Desinfektion von Büroflächen geht es in erster Linie darum, einer Kreuzkontamination nach Möglichkeit vorzubeugen. Das Konzept dazu klingt einfach, die Durchführung ist jedoch aufgrund des Faktor Mensch manchmal schwierig. Die Idee ist, eine „sichere“ (also virenfreie) Zone zu schaffen. Das ist der Arbeitsplatz. Die Grundlage dafür ist eine gründliche Basisdesinfektion aller Oberflächen. Der Desinfektionsgrad wird durch eine regelmäßige Nach-Desinfektion sichergestellt. Weiters ist der Wechsel der Lüftungsfilter sowie ein permanenter Luftaustausch über die Klimaanlage zu empfehlen. Vor dem Eintritt in die „sichere“ Zone sollte eine Sicherheitsbarriere geschaffen werden, damit keine Einschleppung von Viren von außen ermöglicht wird. Das heißt, jeder muss vor dem Betreten der „sicheren“ Zone eine Routine durchlaufen und sich die Hände desinfizieren und eine Schutzmaske aufsetzen. Um eine Übertragung der Viren durch Gegenstände zu vermeiden, sollten mitgebrachte Dinge wie z.B. Taschen, Bücher oder Laptops ebenfalls desinfiziert werden. Es empfiehlt sich daher, an neuralgischen Punkten, wie z.B. Eingängen oder Wartezonen im Empfangsbereich, Hygiene-Stationen mit einem Spenderautomat zur Handdesinfektion, Flächendesinfektionsmittel in einer Sprühflasche und Einwegwischtüchern bereitzustellen.

Noch ein Wort zum Faktor Mensch. Globale Erfahrungen haben gezeigt, dass sich nach einer Rückkehr zu einer Normalität im Arbeitsalltag auch eine gewisse Schlampigkeit in Punkto persönlicher Hygiene einstellt. Gerade lästige Routinen werden dann „vergessen“. Genau aus diesem Grund ist es sehr wichtig, immer wieder auf das Thema aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Gute Erfahrungen wurden hier mit Hinweisschildern, Aushängen und Plakaten gemacht. Ebenfalls wurden Vorgesetzte angehalten, bei ihren Tagesbesprechungen oder Meetings immer vorweg kurz über das Thema Hygiene zu sprechen.

Ab jetzt Homeoffice – ok, und was dann? Tipps für Homeoffice-Anfänger.

Außergewöhnliche Umstände verlangen nach außergewöhnlichen Maßnahmen. Viele ArbeiternehmerInnen stehen jetzt vor der Herausforderung, ihren Arbeitsalltag im Homeoffice zu meistern. Ein paar Tipps für Homeoffice-Anfänger.

Grundsätzlich einmal vorweg: Von heute auf morgen auf Homeoffice umzusteigen stellt eine große Veränderung da. Das Arbeitsumfeld ändert sich komplett, ebenso die gewohnten Abläufe und Prozesse. Deshalb ist es wichtig, sich dieser Tatsache bewusst zu werden und sich neu zu organisieren – vergleichbar mit einem neuen Job.

1. Arbeitsumfeld organisieren und ordnen
Der erste Schritt sollte sein, sich sein Arbeitsumfeld zu organisieren bzw. zu ordnen. Ob eigenes Privat-Büro (optimal) oder Küchentisch – es muss der Ort definiert werden, an dem zukünftig gearbeitet wird. Und so wie am Arbeitsplatz in seinem Unternehmen sollte auch hier ein „Arbeitsmodus“ herrschen. In vielen Fällen werden sich die Arbeitsmittel auf eine Laptop und ein Mobiltelefon beschränken. Richten Sie also ihren Arbeitsplatz daheim so praktikabel wie möglich ein. Auch zuhause sollte darauf geachtet werden, dass der Arbeitsplatz gut beleuchtet ist und eine aufrechte Sitzposition möglich ist.

2. Den Arbeitstag strukturieren
So wie in einem Unternehmen sollte auch im Homeoffice der Tagesablauf strukturiert sein. Wann fange ich an, wann habe ich meine Pause und wann endet mein Arbeitstag. Welche Termine habe ich, welche Abgabefristen. Wichtig dabei ist, die Kollegen und Vorgesetzten diesbezüglich auch zu informieren. Darum ist es sehr wichtig, den eigenen bzw. elektronischen Kalender immer aktuell zu halten.

3. Skye ist kein persönliches Gespräch
Viele Meetings werden in diesen Tagen per Skype, MS Teams oder Telefon gemacht. Nicht immer ist dabei eine Kamera in Verwendung, besonders dann nicht, wenn die Internet Bandbreite zuhause nicht so optimal ist. Während bei einem persönlichen Gespräch ich die Mimik und Gestik meines Gegenüber sehen und deuten kann, ist das teilweise virtuell nicht möglich. Daher sollten im Gespräch immer wieder Fragen nach dem Verständnis gestellt bzw. verbal Zustimmung oder ggf. auch Ablehnung gezeigt werden. Wichtig bei der zeitlichen Planung: Für virtuelle Besprechungen braucht es sehr viel Konzentration. Kein Skype oder Teams-Meeting sollte daher länger als 60 bis 90 Minuten dauern. Und wenn, dann alle 45 Minuten zumindest 5 Minuten Pausen fix einplanen.

4. Kontakt halten
Nicht nur Sie, sondern auch die KollegInnen sind ggf. das erste Mal im Homeoffice. Während man sich in der Firma z.B. bei der Kaffeemaschine trifft, muss im virtuellen Büro ein Treffen organisiert werden. Spezielle in der ersten Umstellungsphase ist es hilfreich, regelmäßige kurze virtuelle Morgenmeetings oder einen Tagesabschluss-Rundruf zu einer fixen Zeit zu machen. Dabei können Arbeitspakete besprochen werden, diese dienen aber auch dazu den persönlichen Kontakt zuhalten.

5. Pausen machen
Auch im Homeoffice gilt es, regelmäßige Pausen zu machen um die Konzentration aufrecht zu erhalten. Ebenfalls sollte die Mittagspause genutzt werden um sich zu erholen. In den Pausen ist Bewegung angesagt, am besten in Verbindung mit frischer Luft.

6. Vorgesetzte auf dem Laufenden halten
Genauso wie für MitarbeiterInnen ist eine plötzliche Änderung von Büro auf Homeoffice eine Herausforderung für die Vorgesetzten. Daher ist es wichtig, diese auf dem Laufenden über die aktuellen Projekte bzw. den Stand der Arbeitsaufträge zu halten. Eine kurze Mail mit der Tagesplanung morgens und abends eine kurze Zusammenfassung über die Tagesaktivitäten können hier sehr hilfreich sein.

7. Mit der Familie sprechen
Manchmal etwas schwierig, trotzdem sehr wichtig. Auch für die Familie ist es eine Umstellung wenn plötzlich von zuhause aus gearbeitet wird. Hier ist es umso wichtiger klare Zeiten zu vereinbaren, wann „Arbeit“ und wann „Privat“ ist. In den Arbeitszeiten sollten Störungen nach Möglichkeit vermieden werden. Ist das klar geregelt, nimmt es sehr viel Stress für alle Beteiligten aus der Situation.

8. Erfahrungen erfragen bzw. weitergeben
In den meisten Unternehmen gibt es bereits Abteilungen oder MitarbeiterInnen die schon früher auf Homeoffice umgestellt haben. Sonst findet sich sicherlich jemand im Freundeskreis. Es macht Sinn solche „Homeoffice-Profis“ nach ihren Erfahrungen zu fragen, besonders wenn es darum geht, Herausforderungen aufgrund von innerbetrieblichen Prozessen die jetzt virtuell durchgeführt werden zu meistern. Die eigenen gesammelten Erfahrungen aus dem Homeoffice sollten auch geteilt werden, dass macht es für Einsteiger leichter.
 

 

Hack your company culture – Inspiration #3 – Wertschätzung

Wertschätzung in der Firma ist jetzt „feel good“. So betitelte DER STANDARD ein Interview mit Michael Freitag zum Thema Wertschätzung MitarbeiternInnen gegenüber. Daraus ein Ausschnitt.

[…] Schon sehr lange ist bekannt, dass Wertschätzung weder täglich abzuhakendes To-Do noch antrainierte Methode, sondern aus innerer Haltung gespeistes und im Außen erlebbares Verhalten als Mensch mit echtem Interesse anderen Menschen gegenüber ist. Jetzt kommt noch etwas dazu: das Vermitteln vom Sinn in der Arbeit, die Antwort auf die Frage „why?“. Warum ist gerade ein Wertschätzungshype im Gange? […] Dazu Michael Freitag, CEO und Country President von Sodexo: „Es ist schwieriger, die richtigen Talente zu finden und zu halten. Die Attraktivität als Arbeitgeber ist das große Thema. Kundenseitig ist die Relevanz klar: Es macht einen Unterschied, ob der Mitarbeiter, der Essen ausgibt, lächelt, weil er gerne arbeitet und weiß, warum, oder eben nicht. Die Motivation der Mitarbeiter ist heute auch eine andere, das liegt wesentlich an den Jungen, an der demografischen Kurve. Ein Firmenauto in guter Ausstattung inklusive Privatnutzung – das reicht heute nicht. Es muss zumindest elektromobil sein oder die Jahreskarte für die Öffis. Für viele geht es heute überhaupt um etwas anderes, um mehr als monetäre Dinge. Um Zeit, sich zu entwickeln, etwa. Um die erlebte Möglichkeit, gesund zu arbeiten. Es wird individueller.“

47 Postings und Kommentare waren die Reaktion auf das gesamte Interview, nachzulesen unter https://www.derstandard.at/story/2000114239991/wertschaetzung-in-der-firma-ist-jetzt-feel-good. Der mehrheitliche Inhalt: Entweder ist das Thema Wertschätzung der MitarbeiterInnen noch gar nicht in den Führungsetagen angekommen oder es wird zwar viel besprochen aber überhaupt nicht gelebt. Hier ist jetzt Mut zur Wahrheit und zu wirklichem Veränderungswillen gefragt.

Unser Tipp: Die „Praxis Pur“ – Workshop Sessions beim Corporate Culture Jam am 6.5.2020 in der Ankerfabrik. Mehr dazu auf www.corporate-culture-jam.at.

Hack your company culture – Inspiration #2 – Wo sind die Einhörner?

Karin Bauer schreibt in ihrer Kolumne unter dem Titel „Erschöpft von der Jagd nach dem Einhorn“ erschienen im STANDARD Ausgabe 1./2. Februar 2020: „Es klingt so unwiderstehlich, einfach paradiesisch: Die neue Arbeitswelt ist getragen von zwei Ps (Purpose & Passion), von Sinn und Leidenschaft … Unternehmen tun in ihrer Arbeitgeberwerbung so, als würden sie sich selbst genau um diese Ansprüche herum neu stricken und garnieren da noch mit spannenden Aufgaben und der großen Gestaltungsmacht im Zentrum der Digitalisierung für Software-Leute. Ein einziger riesiger Wald voller Einhörner für jede und jeden. Und alle suchen sie und strengen sich wirklich an, noch mehr Qualifikationen und Ausbildungen zu machen, um diese Einhörner auch endlich zu finden. Tatsächlich zerbrechen ganze Kohorten der sogenannten Millennials gerade auf dieser Jagd“.

Sind wir doch einmal ehrlich und haben Mut zur Wahrheit. Ist nicht vieles in der neuen Arbeitswelt eher ein buntes Marketing-Bild zur farbenfrohen Unterstützung des Employer-Branding? Und welchen Zweck hat das, wenn dann die jungen Talente eingefangen sind und nach der ersten Arbeitswoche frustriert nicht mehr kommen, weil die Realität ganz anders aussieht? Dazu noch einmal Karin Bauer in ihrer Kolumne: „Große Enttäuschung bildet sich in Umfragen (etwa von Deloitte) international in der Generation der rund 30-Jährigen ab, weil das, was versprochen wurde, nicht auffindbar ist.“

Versprechen an die MitarbeiterInnen sind genau so zu sehen wir die an KundInnen. Wer nicht hält was er verspricht wird unglaubwürdig.

Unsere drei Tipps dazu:
– Schlüssige und ganzheitlich gedachte Konzepte statt Schnellschüsse und Einzelaktionen. Das dauert zwar manchmal länger, weil vorher mehr gedacht werden muss, ist aber viel Nachhaltiger.

– Lieber weniger, dafür aber richtig. Statt bei jedem Trend mitzumachen auf Themen fokussieren, die für die MitarbeiterInnen tatsächlich wichtig sind und diese in ihrem Arbeitsalltag unterstützen, wie z.B. eine gesunde Verpflegung oder ein sauberer Arbeitsplatz.

– Erst die Basics erledigen, das ist die wichtigste Grundlage. Dazu muss man aber wissen, was die MitarbeiterInnen wirklich benötigen. Also Hand aufs Herz, wann haben Sie das letzte Mal eine Mitarbeiterbefragung gemacht?

Literaturtipps:
– KarrierenStandard als Druckmedium oder E-Paper – immer lesenswert
– Whitepaper von epunkt: „Was Mitarbeiter wirklich wollen“ zu beziehen über http://www.epunkt.com